Immer mal wieder, wenn jemand die komischen Würfel entdeckt erreicht mich die Frage wofür ich diese heidnischen zehn, zwanzig oder zwölfseitigen Ungetüme denn brauche. Die Antwort ” Pen and Paper Rollenspiel” und auch der darauffolgende Erklärungsversuch desselben bringt meist wenig und führt eher zu augenrollen und hochgezogenen Augenbrauen. Daher habe ich mir ein sehr einfaches und schnelles System ausgedacht das den Schwerpunkt darauf legt, möglichst bald in einem spontan erdachten Setting loszuspielen. So kann dann Pen and Paper einmal ohne große Vorbereitung “hautnah” erlebt werden, vorausgesetzt der Spielleiter besitzt genügend Spontanität und Phantasie .
Seit ein paar Tagen kann man sich nun auch das Mass Effect VGE auf youtube anschauen:
Es gib auch eine DVD des Essays ( Cover, bedruckte DVD, Menü mit Kapiteln )
Gegen Unkosten plus Spende bei mir erhältlich.
Einfach email an mich
Die Spenden kommen dem Projektbudget von Somnia zugute.
Bruchstücke aus Vergangenem, zerfasern das “Jetzt”,
fliehend grabscht P. nach den Fragmenten die im Sturm herumwirbeln, gedanklich ist P. zur Ordnung angehalten,
das was da hastig ergrabscht wurde will geordnet werden , will eine Geschichte erzählen, will erinnert werden.
P. ist mehr mit Laufen beschäftigt, Boden löst sich im Dahinter auf, bloß nicht zurücksehen oder P. ist versucht noch mehr zu grabschen, dabei gleichermaßen verzückt von dem was er erheischt wie auch melancholisch betroffen , als würde der geangelte Fisch trotz wehementer Gegenwehr nicht den Magen des P. füllen.
Und! Der Ballast, an den wird nur sehr niederprozent gedacht, mit vielleicht 10 oder 20 macht er sich bemerkbar.
Vielmehr verlangsamt er das was P. als seine Physis, sein Leibliches bezeichnen würde und was doch in großem Kontrast zu dem steht was P. als sein “ICH” bezeichnen würde.
P. stoppt…
bemerkt zitternde Muskeln
Grund ist aber ein Felsmann, tagträumend die Antithese zur Sturmhektik bildend.
Träge Größe stemmt sich ohne es zu merken gegen aufgeregtes Nichts.
P. klammert sich an den Steinmann, verliert den Großteil der stürmischen Gedanken,
versinkt im erwachten Felsmann, erliegt dem Takt der Langsamkeit,
Schnecken bemächtigen sich P., Füße bewegen sich nur noch nach eingehender Motivation
P. wirkt,
Der distanzierter Beobachter begreift es nicht, für ihn taumelt P. irgendwo zwischen Schwarzschild und Ereignishorizont.
Der Distanzierte fragt sich ob P. vielleicht verbrennt.
P. hingegen brütet seinen letzten Gedanken, ehe er sich, objektiv betrachtet Jahrhunderte später, auf den Weg macht.
Der Sturm zog sich derweil in die Geschichtsbücher zurück, gebar zwölf Traumatisierte und einen Lehrer.
Der Distanzierte verbrannte unterdessen.
P. hatte genug und
… aß sich auf.
Der schlechte Mensch vereinnahmt nicht, er ist für sich, verhält sich nur zu sich selbst. Der schlechte Mensch urteilt nicht, entscheidet still und ohne Anspruch. Der schlechte Mensch will was er selbst will. Der schlechte Mensch ist sich Universum, schöpft aus sich heraus. Der schlechte Mensch verwehrt sich Nützlichkeit, verwirkt Gesellschaften, bringt den Ernst. Der schlechte Mensch tut nicht, was getan werden muss. Der schlechte Mensch dient keiner Sache, keinem Symbol. Der schlechte Mensch unterscheidet weder Stein, Tier noch Gedanke. Der schlechte Mensch ist schwach und müde. Der schlechte Mensch handelt selten. Der schlechte Mensch kennt keine Metaphysik. Der schlechte Mensch stirbt allein- für sich.
Der Tag stand in sich selbst, ein Regentag im Sommer, sein Innenleben sog den Regengeruch in sich auf, bestätigte sich das der Moment und das Leben drumherum gut war. Der Tag vermochte nicht an seine eigene Leichtigkeit und Unbeschwertheit anzuknüpfen, er bedachte seine Geburt, seinen schon geschenen Tod und vorallem seine Gleichartigkeit. Der Tag fragte sich nach dem Moment der ihn Besonders machte, der ihn für immer unterscheiden würde. Der Tag wühlte in sich und fand nur den Zweifel. Ich bin nur ein Tag, ein Tag der vorübergeht, einer der traurigen Tage…
die freude am inneren, das objektmeer
beiläufig betrachtet, wo ist das alles hin ?
alte freunde wiederfinden, die die wirklich da sind, für immer in plastik und strom.
ersehnen von surrealer menschlichkeit, dem berühren ohne berührung
ark, cloud, justin, maxim <- alter egos aus entferntem,
spielstruktur in der realität
fader, wiederwärtiger beigeschmack,
i refer to some more meaningful things
i cry about what reality IS
i want to be back again in this special state
freunde zu haben die nicht antworten
Ein “ICH” zum Freund zu haben…
pulse aus Vergangenheit konstruieren das “jetzt” mit,
ebenen mit Menschenbildern überlagern wirklich wahrgenommenes,
verzerren und beleben wieder was nie lebendig war,
ein Traum mit Theater
Vorhaben verästeln sich, verzetteln: Drehung um s(d)ich
Stillstand, Energie konvergiert in der Skulptur
,was Feuer hätte sein können ist nun tot, doch -sobald Blicke es entzünden- …mehr…
Das Glimmende im Stillstand finden und zur Explosion bringen…
aber der Funke steckt im weichen Gewebe,
niemals im klaren Verstand, niemals im Mauerwerk.
Tanzen, schöpfen ? dasselbe, der Unterschied liegt einzig in der Zeit.
Lasst mich etwas Grünes suchen, also in mir selbst rumkramen, etwas erschaffen das so nie sein könnte und nur durch mich ist.
abdrücke tätowieren sich mit Sprache auf freie Haut,
Perspektive schiebt sich dahin, träumt von einem anderen Raum,
Ich baue ein Haus aus Erinnerungen, mit Treppen ins Nichts, Wasser das aus Allem in die Unendlichkeit darunter fließt.
Grüne Ranken, wären gerne lila, pflanzen sich in Unsichtbarkeit,
Garten aus Dickicht im Zwielicht eines Freiplatzes.
Du spürst, sie sind da!, sie halten dich, sie drücken dich zur Seite, doch hast du den Garten selbst gepflanzt, in deiner transparenten Zeit,
willkürlich und unbedarft warfst du die Samen.
“Hier entsteht ein Haus!” sagtest du damals, “ein Haus aus Erinnerungen!”
Sich im tun verlieren
das schaffende verkörpern , von diesem aufgefressen werden
reflexive wesentlichkeit aufgeben
andienen an fremdheiten
luftsäulen der atemlosigkeit
wässrige trägheit, Nebelfasern umgreifen die Wirklichkeit
Funktionsdominanz
Kleinteils-Dasein
Nähren am Fleischkörper,
auszehrendes Eindringen
subtiles verschlingen der herzsteine
Der lange Marsch , Eis erobert
die Wärme schmilzt den Rest
Das Jetzt kommt mit Zwang
jetzt jetzt jetzt
nie ist der moment erneut
redundanzen unerträglich , süße versuchung , die eigene lobotomie ,
ein Kern entreißt sich seiner selbst
lachblutend, Augen, wahnverdreht, Ekstase, verzückung
ein tod
gewebe bäumt sich auf:
wiedergeburt des automaten
Flüssigkeiten kochen sich erneut zurecht
Form-ation, Allokation im “Neuen”
das Alte steht daneben
starr, zeitbefreit und schwarz
blind und taub, das schreien verlernt
Kenn-Bezeichnung gegen UNENDLICH
Taubheit,
Altes zieht in Scharen vorrüber
“Das Neue” weint aus Anstand
bested dabei, in wollustgier sich selber schaffend.
Ein Zeitenwirbel: verhindert das Geradeaus ohne beim Damals zu bleiben
ein Schwarzer Garten, stumme milchig-vage Gestalten zersehen die Umgebung,
Scheinwerfer und hängende Gliedmaßen…
Vergangenheit ist Zukunft im “Heute” der Möglichkeiten
Ein Schlüssel aus Eis in einer Absicht ausgegeben so lange zu halten das der eigentliche Nutzen ein Phantasma bleibt.
Die Frage nach Taktik oder Strategie entscheidet inwieweit Verwundbarkeit Option ist.
Starb der Drache im Ahornwald?
Der Zeitwert von Träumen, Kapitalmystizismus im Reich des Nebelelefanten
und doch mit einem Faustschlag näher an der Realität